Die Liebe hört niemals auf

Unter diesem Motto machte sich die Ploimer Pilgergruppe trotz großer Hitze und entsprechenden Warnungen am 26. Juni auf den Weg nach Walldürn.

Den Pilgersegen gab es durch Ulrich Graser, der ganz am Ende nach der Rückkehr in Pflaumheim auch eine kleine Schlussandacht mit persönlichem Rückblick machte.

Zum bereits 40. Mal seit 1986 (unterbrochen durch Corona) wurde das Blutwunder in Walldürn besucht. An den beiden Wallfahrtstagen waren diesmal zwischen 33 und 37 Pilger dabei, davon ca. 60 % Frauen.

Um der großen Mittagshitze zu entgehen, wurden gleich zu Beginn einige Programmpunkte gekürzt.

So kam die Gruppe nach einem langen Weg der Stille und einem ersten „Sellemols-Beitrag“ bereits gegen 8.45 Uhr in der Obernburger Wendelinuskapelle an, wo nach einem weiteren Impuls Armbändchen mit aufgedrucktem Wallfahrtsmotto als 2026er Wallfahrtsandenken verteilt wurden, welche auch für die Lieben zuhause mitgenommen werden konnten.

Erleichtert wurde der Pilgerweg auch durch die neu angeschafften Fahnen, für die Emmerich Braun wie schon beim Vortragekreuz die Haltestangen aus sehr leichtem Holz angefertigt hat. Das schwere „Sorgenkreuz“ und die große Wallfahrtsfahne waren diesmal erst in Walldürn beim Einzug in die Kirche dabei.

Auf dem Weg zur Mittagsrast in Erlenbach war wegen der zur Zeit für Fußgänger gesperrten Obernburger Brücke im Vorfeld ein neuer Weg ausgekundschaftet worden, der möglicherweise auch in Zukunft genommen wird.

Statt dem Weg durch die Weinberge wurde dann ein deutlich schattigerer Weg am Main entlang genommen. Von Klingenberg ging es dann motorisiert nach Großheubach. Dort wurde in der Kirche der erste Wallfahrtstag mit einem schönen Impuls sowie Gebet und Gesang beendet. Das Franziskanerkloster Engelberg wurde wegen der Hitze nicht von allen besucht und so gingen viele Pilger direkt in ihre Quartiere oder ließen sich an der Kirche abholen.

Am 2. Wallfahrtstag ging es nach dem Frühstück von Großheubach betend und singend nach Miltenberg.

Am Waldrand wurden die wie immer sehr eindrucksvollen Fürbitten verlesen, die allesamt Bezug zu den zumeist kranken und mit großen Sorgen beladenen Menschen in unseren Orten hatten und die zum Teil dem Fürbittkasten aus dem Wallfahrtskreuz in der Kirche entnommen wurden. Wie immer ging es dann mit dem schmerzhaften Rosenkranz bergauf zum Miltenberger Fernmeldeturm auf 481 Metern über dem Meeresspiegel. Am Kreuz ohne Leib, das alle vorbei kommenden Menschen auffordert zu Händen und Füßen Gottes zu werden, legten alle Pilger einen Stein nieder, durch den man sich symbolisch von einer Last befreien konnte.

Von Wenschdorf bis zur Mittagsrast in Gerolzahn gab es weitere Beiträge unter der Überschrift „Sellemols“, unter anderem eine informative Statistik zur Anzahl der Wallfahrtsteilnahmen der einzelnen Pilger.

Thomas Draxler, der Chef der Jesus Biker, hat auch schon 6 mal an der Ploimer Wallfahrt teilgenommen und erzählte auf dem Weg nach Gottersdorf von diversen Benefiz-Aktivitäten seiner tollen Truppe, unter anderem von den nun schon 3 Peace-Rides mit den viel beachteten Besuchen bei den Päpsten Franziskus und Leo.

Nachdem sich in Gerolzahn alle gestärkt und frisch gemacht hatten, ging es zügig auf die Schlussetappe durch den Wald nach Walldürn.

In der Basilika zum Heiligen Blut feierten wir dann ein wunderbares Pilgeramt mit unserem Pfarrer Uwe Nimbler, der von unserem Priesterfreund Cheta Chikezie unterstützt wurde. Wie immer wurde der Gottesdienst von unseren Prozessionsmusikern hervorragend und überaus festlich gestaltet. Und selbstverständlich waren erneut Pflaumheimer Ministranten dabei, zu denen sich auch Thomas Draxler gesellte.

Fotos von Martina Habicht, Thomas Hein und Stefan Kroth

Damit endeten 2 trotz der sehr großen Hitze wirklich sehr besondere und beeindruckende Wallfahrtstage. Viele hatten sich nach vergangenen Wallfahrten viel schlechter gefühlt, was natürlich auch daran liegt, dass einiges gekürzt und weg gelassen wurde. Hitzeempfindliche und gesundheitlich angeschlagene Pilger hatten sich aus absolut verständlichen Gründen schon im Vorfeld abgemeldet, so dass es keine Ausfälle zu beklagen gab.

Dies ist vor allem dem tollen und äußerst fürsorglichen Begleitteam mit Karin und Emmerich Braun, Herbert Korn, Wendelin Peter und Doris Zahn zu verdanken. Neben der Notfallapotheke, Elektrolyten und sonstigen Leckereien war immer auch genug Flüssigkeit vorhanden, sowohl zum Durstlöschen wie auch zum Tränken der Kühltücher. Am ersten Tag wurde das Begleitteam beim Frühstück von Theresia Braun, Siegfried Fischer und Sigrid Peter unterstützt.

Die Wegstrecken wurden von Heinz Abel, Gudrun Baron, Gabi Braun, Margarete Debor, Thomas Draxler, Theresia Fischer, Lucia Heeg, Viktoria König und den Ministranten gestaltet.

Die „Sellemols“-Beiträge wurden übrigens der von unserem unvergessenen Friedbert Zahn, bekannt auch als „Schneider Michel“, als Album erstellten Chronik von 1986 bis 2010 entnommen. Die am Anfang zum großen Teil handschriftlichen Einträge wurden dann vom Wallfahrtsteam von 2011 bis heuer weitergeführt. Das Album ist nun voll und wurde von Lucia Heeg im Rahmen der Schlussandacht an Theresia Fischer übergeben.

Das Ploimer Wallfahrtsteam besteht derzeit aus Heinz Abel, Gudrun Baron, Theresia Fischer, Ulrich Graser, Lucia Heeg, Annette Klug, Viktoria König, Stefan Kroth, Wendelin Peter, Klaus Seitz und Karin Zahn. Neue Mitglieder mit Ideen und Gedanken sind jederzeit willkommen.

Die nächste Ploimer Walldürn-Wallfahrt findet am 18. und 19. Juni 2027 bei dann sicherlich wieder angenehmeren Temperaturen statt.

Bis dahin wünschen wir allen Teilnehmern, dass viele der Gedanken aus der aktuellen Wallfahrt im Alltag weiter wirken und uns zusammen mit den tollen Begegnungen und Gesprächen im Leben Kraft und Halt geben.

Wallfahrtsteam St. Luzia Pflaumheim