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christening g9d6520b04 640Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament, durch das ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen wird. Sie ist Symbol für die besondere, unauflösbare Gemeinschaft des Getauften mit Jesus Christus, mit Gott, mit unserer Gemeinde und allen Gläubigen. Das Sakrament hat seinen Ursprung in der Taufe Jesu durch Johannes im Fluss Jordan. In der Taufe wird dem Täufling versprochen: Du bist gewollt, du bist geliebt - du bist ein Kind Gottes!

Das Taufsakrament wird durch einen Priester oder Diakon gespendet, eine Ausnahme bildet die Nottaufe. Bei der Taufe gießt der Taufspender geweihtes Wasser dreimal über den Kopf des Täuflings und spricht die Taufformel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Zuvor ist der Täufling nach seinem Glauben gefragt worden. Im Falle der Kindertaufe bekennen die Eltern und Taufpaten ihren Glauben, nachdem sie für das Kind die Taufe erbeten und sich zu ihrer Aufgabe bekannt haben, das Kind im katholischen Glauben zu erziehen.

Die Taufe gehört neben der Firmung und Erstkommunion zu den sogenannten Initiationssakramenten (Einführungssakramenten). Ein erwachsener Taufbewerber empfängt alle drei Einführungssakramente in einer einzigen Feier, zumeist in der Osternacht. Zuvor wird er im Katechumenat auf die Taufe vorbereitet.

Was mache ich wenn...

...ich mein Kind taufen lassen möchte?

Melden Sie sich einfach in einem unserer Pfarrbüros, wenn Sie ihr Kind taufen lassen möchten. Über das Jahr verteilt gibt es verschiedene Tauftermine, von denen Sie sich dann einen aussuchen können. Der Taufort wird dann je nach den Täuflingen entschieden.

...ich mich selbst taufen lassen möchte?

Wenn Sie sich im Erwachsenenalter taufen lassen möchten, nehmen Sie bitte mit einem der Seelsorger Kontakt auf. Die Vorbereitung auf die Sakramente geschieht dann individuell. 

Welche Voraussetzungen brauche ich als Taufpate/Taufpatin?

Paten begleiten Kinder (& auch Erwachsene) auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. Auch für Jugendlich können sie in der Pubertät wichtige Bezugspersonen werden, da sie oft mit mehr Abstand auf die Probleme zwischen Eltern und Kind schauen können. Paten können also eine wichtige Rolle im Leben der Täuflinge einnehmen.

Voraussetzungen für das Patenamt sind im Codex Iurix Canonici geregelt (CIC, cann. 872-874):

  • Es soll einen, maximal zwei Paten geben (einer muss dann männlich und eine weiblich sein)
  • Die Wahl der Taufpaten trifft entweder der Täufling selbst (sofern mündig) oder die Eltern
  • Ein Pate muss mindestens 16 Jahre alt sein, katholisch und gefirmt sein und das Sakrament der Eucharistie (Erstkommunion) empfangen haben - und ein dem Glauben entsprechendes Leben führen
  • Die Eltern können nicht die Paten sein
  • Ein Getraufter einer anderen christlichen Gemeinschaft (z.B. evangelisch) kann sogenannter Taufzeuge werden - wenn zusätzlich ein katholischer Pate existiert. Eine Ausnahme sind dabei Angehörige der orthodoxen Ostkirchen, die zusammen mit einem Katholiken auch Pate werden dürfen.
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